20.05.2014 - Autor: Hans Karl Henne / Redaktion: Gisela Schweiker

Trauer um Metropolit Jovan Pavlovic

Metropolit Jovan (ganz rechts) bei einer Begegnung in Zagreb (vorne links: Hans Karl Henne, Helmut Maisch; Foto: Archiv EJW-Weltdienst)

Hoher Repräsentant der Serbisch-Orthodoxen Kirche war ein Freund und Förderer der internationalen ökumenischen Zusammenarbeit

Erst jetzt erreicht uns die traurige Nachricht, dass

 Seine Eminenz Jovan Pavlović,

Metropolit von Zagreb, Ljubljana und Italien, am 3. April im Alter von 77 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist.

In zahlreichen Nachrufen wurde er als eine der herausragenden Persönlichkeiten der Serbisch-Orthodoxen Kirche von höchsten Vertretern der Kirchen, der Politik, der Wirtschaft und der Kultur gewürdigt.

Auch wir im EJW sind tief betroffen von  dieser Nachricht. Vielen hundert Teilnehmern und Teilnehmerinnen der 20 Aufbaulager und Begegnungen in Kroatien (ehemals Jugoslawien) wird Metropolit Jovan und die Gläubigen seiner Kirche unvergessen bleiben. Seine Würde, seine Bemühungen um ein ökumenisches Miteinander, speziell auch mit dem EJW und der Württembergischen Landeskirche, seine tiefe Menschlichkeit und väterliche Zuwendung, ja seine Freundschaft – so wird er in unserer Erinnerung bleiben.

Mit Metropolit Jovan verbindet das EJW eine lange, segensreiche Geschichte:

Die erste Begegnung fand im März 1979 statt. Der damals jüngste Bischof seiner Kirche bat das EJW, ihm beim Wiederaufbau des mit Unterstützung der Deutschen im 2. Weltkrieg zerstörten Klosters und Wallfahrtsortes Lepavina zu helfen. Keiner konnte damals ahnen, dass es bis 1987 dauern sollte, bis dieser Wunsch von Bischof Jovan und das große Anliegen des ejw verwirklicht werden konnte.

Längst ist das Kloster Lepavina wieder ein von jährlich Tausenden von Pilgern besuchter Wallfahrtsort geworden. Viele Gläubige erbitten sich von der „Mutter Gottes von Lepavina“, einer wundertätigen Ikone, Trost und Hilfe.

Unvergessene Meilensteine in der langen, segensreichen Geschichte des EJW mit Metropolit Jovan waren u.a.:

1988 Einladung an Metropolit Jovan zum Landesposaunentag nach Ulm. Dort entstand seine große Liebe zur Posaunenmusik.

1989 Einladung an Landesbischof Theo Sorg und das EJW mit einer Delegation, die Serbisch-Orthodoxe Kirche zu besuchen. Zu dieser Zeit war Metropolit Jovan Vertreter Seiner Heiligkeit Patriarch German.

1998 Einladung an Metropolit Jovan zur Amtseinführung von Hans Karl Henne als Landesreferent für „Internationale und Ökumenische Jugendarbeit“ im EJW.

2009 war die letzte Begegnung in Zagreb anlässlich der 30 Jahre dauernden ökumenischen Partnerschaft mit der Serbisch-Orthodoxen Kirche, seiner Gläubigen und die freundschaftliche Verbindung zu Metropolit Jovan.


Hans Karl Henne

 

 

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