04.12.2014 - Autor: Ursula Hettinger/Berti Kober, Länderausschuss Sudan, EJW-Weltdienst

Adventsbotschaft für Frieden im Sudan

Teilnehmer des Sudanseminars von EJW-Weltdienst und Basler Mission (Foto: Berti Kober)

Seminarteilnehmer senden Zeichen der Solidarität an Partner im Sudan/Südsudan

Eine Friedensbotschaft als Zeichen der Solidarität an die YMCA Partner und Kirchenvertreter im Sudan und Südsudan wurde von Teilnehmern des Sudan-Seminars im November 2014 von EJW-Weltdienst und Basler Mission gemeinsam verfasst. Sie war eine Reaktion auf die schockierenden Meldungen von militärischen Auseinandersetzungen und unsäglichen Fluchtbewegungen. Sie ist Ausdruck des Mitgefühls und Aufruf zum Gebet, dass die Adventszeit zum Frieden beitragen möge. Damit verbinden sich die Bitte und der Wunsch an politische Entscheidungsträger, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Die Referentin des Seminars, Marina Peter,  gab als profunde Sudankennerin zuvor tiefe Einsichten in die komplexe Situation von inzwischen zwei getrennten Ländern, Sudan und Südsudan, deren Fläche fast der Größe Westeuropas entspricht. Sie werden seit 50 Jahren von verschiedenen Bürgerkriegen heimgesucht. Über 20 Jahre ist die Referentin im Einsatz für den Sudan im Auftrag der Kirchen und zwischenzeitlich als Europakoordinatorin des Ökumenischen Forums Sudan (SEF) tätig. Dafür erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Nach ihrer Überzeugung wird Frieden nur möglich sein, wenn die Sudanesen sich mit den verschiedenen Ethnien und der Komplexität der historischen und wirtschaftlichen Interessen auseinandersetzen. Dazu soll ein Friedensprozess unter Beteiligung einiger Nachbarländer aktuell in Adis Abeba die Friedensvermittlungen voranbringen. Vor allem die Versöhnungsarbeit, die hilft alte Verletzungen aufzuarbeiten, kann Basis für ein langfristiges Miteinander sein. Daher appellierte Frau Peter in interkulturelle Bildung, aber auch vor allem in langfristige Bildung für Jugendliche zu investieren. Nur diese ermögliche langfristig eine Nationenbildung.

Damit erbringen die YMCAs im Südsudan einen wichtigen Beitrag für ihre Gesellschaft, vor allem während der schweren ethnisch motivierten Gewalt, die Hunderttausende zur Flucht trieb und der über 1000 Menschen in den letzten Monaten zum Opfer gefallen  sind.

Ursula Hettinger, Arnold Hettinger und Jürgen Hagenlocher, ehrenamtlich  Mitarbeitende im EJW-Weltdienst, berichteten von ihrer Besuchsreise im November 2014 von lebendigen Begegnungen mit den YMCAs Portsudan und Khartoum. Schul- und Ausbildungsprogramme, vom EJW-Weltdienst unterstützt, leisten einen wertvollen Beitrag für die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. Brunnenprojekte ermöglichen den Menschen nicht nur ein gesünderes, sondern auch menschenwürdiges Leben. Die lokale staatliche Behörde war von diesem Fortschritt überwältigt und drückte ihren tiefen Dank an die deutsche Delegation aus. Ein Zeichen, dass auch in dieser schwierigen Situation die Adventsbotschaft zum Frieden erste Früchte trägt.

Zum Download:
Adventsbotschaft an die Partner im Sudan und Südsudan

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