06.05.2013 - Autor: Jonas Krieger

Bin ich schon drin?

Foto: Florian Massa

... im Jugendnetzwerk des ejw

Beim diesjährigen ejw-Weltdienstag am 21. April 2013 in Fellbach gab es eine Premiere: Das neue internationale Jugendnetzwerk des ejw wurde aus der Taufe gehoben. Ziel dabei war es, Jugendliche und junge Erwachsene, die Interesse an der internationalen Arbeit des ejw haben, miteinander zu vernetzen. Angesprochen werden sollten vor allem Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die bereits eine Verbindung zur internationalen Arbeit des ejw haben. Viele der 30 Teilnehmer hatten bereits an WorkCamps teilgenommen oder ein FSJ mit dem ejw oder einem CVJM im Ausland absolviert.

Viele Teilnehmer internationaler Veranstaltungen, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein FSJ oder ein WorkCamp handelt, hegen den Wunsch nach ihrem Engagement weiterhin für die Weltdienstarbeit tätig zu sein. Oft fällt es jedoch anfänglich schwer, seinen Platz in dem komplexen Gefüge des ejw-Weltdienstes zu finden. Auf der anderen Seite ist es für das ejw gleichwohl schwer, Interessierte anzusprechen oder gar diese für die vielfältigen Aktionen der Weltdienstarbeit direkt abzurufen. Denn gerade für junge Menschen ändert sich vieles in ihrem privaten Leben in sehr kurzer Zeit, dies ist oftmals schwer mit den verschiedenen Gremien des ejw-Weltdienstes zu vereinbaren. Das Jugendnetzwerk soll dies ergänzen, es soll fortan die Schnittstelle sein zwischen jungen Menschen, die ein Interesse an der internationalen Arbeit des ejw haben, und den Verantwortlichen des ejw selbst. Es soll auf die Bedürfnisse von jungen Leuten eingehen und ihnen die Möglichkeit geben, sich trotz Studium, Auslandssemester, Ausbildung, Weiterbildung und Meisterschule im ejw zu engagieren. Die Menschen mit ihren Wünschen und Interessen sollen im Mittelpunkt stehen. Eine Art Social Network - offline!

 

Start mit "Mr. X"

Daher ging es auch zunächst weniger um große, weitreichende Entscheidungen als vielmehr um ein erstes Kennenlernen in lockerer Atmosphäre. So begann der Tag auch nicht in Fellbach, sondern am Stuttgarter Hauptbahnhof. Begrüßt wurden die Frühaufsteher von einem eigenartigen Herrn mit Melone und Regenschirm. Des Rätsels Lösung fand sich kurz darauf bei einer Tasse Schwarztee mit Milch und Englischem Gebäck. Bei dem Gentleman handelte es sich um „Mr. X“. Diesen galt es, in Anlehnung an das Brettspiel „Scotland Yard“, in den nächsten zwei Stunden im Gebiet des Stuttgarter Nahverkehrs dingfest zu machen. Behilflich war den Jägern dabei eine App, die automatisch alle fünf Minuten den Standort des Gejagten auf die Smartphones der Kriminaler in Spe versandte. Eine neue Erfahrung, nicht nur für die Gäste aus Nigeria. Nach einer spannungsgeladenen Hatz durch Stuttgart, bei welcher Mr. X nur knapp den Fängen der Ermittler entkam, fanden sich die mit Crêpes in jeder nur denkbaren Geschmacksrichtung stärken.

 

"Baustelle Zukunft"

Nach diesem eher lockeren ersten Teil und einem gemeinsamen Start mit den „älteren“ Besuchern des ejw-Weltdienstages ging es zum zweiten Teil der Veranstaltung über. Drei ehemalige FSJler stellten den Teilnehmern gemeinsam mit Andrea Kalmbach und Markus Häfele ihr zuvor ausgearbeitetes Konzept mit dem Titel „Baustelle Zukunft“ und die Idee hinter dem Jugendnetzwerk vor. Außerdem wurden die verschiedenen Mitwirkungsangebote präsentiert, die das ejw im Rahmen seiner Weltdienstarbeit bietet. Zum Schluss der Präsentation wurde der Leitsatz des zukünftigen Jugendnetzwerks vorgestellt:

Verbunden durch unseren christlichen Glauben wollen wir innerhalb der ejw-Weltdienstarbeit jungen Leuten die Möglichkeit und die Plattform bieten, sich gemeinsam international zu engagieren, Erfahrungen zu sammeln und sich zu begegnen.

Bei den Anwesenden schien das Konzept zunächst auf verhaltene Begeisterung zu stoßen, was auch auf die Masse an Informationen zurückzuführen sein könnte. Im Laufe des Abends entwickelte sich jedoch in verschiedenen Einzelgesprächen ein reger Austausch, und das Konzept stieß doch noch auf große Zustimmung. Von den Veranstaltern hätte wohl kaum einer damit gerechnet, dass man bereits nach dem ersten Treffen eine Liste mit über 25 Interessierten in Händen halten würde.

 

Wie geht es weiter?

Das weitere Vorgehen ist nun wie folgt geplant: Zunächst soll es eine Befragung der Teilnehmer geben, welche die verschiedenen Interessen und Wünsche sichtbar werden lässt. Außerdem wird eine Facebook-Gruppe eingerichtet, die den schnellen und unbefangenen Austausch ermöglicht. In den darauf folgenden Wochen werden die Ergebnisse ausgewertet und ein Termin für ein zweites Treffen festgelegt.

Interessierte sind weiterhin gerne gesehen und stets willkommen. Sie werden gebeten sich mit Andrea Kalmbach in Verbindung zu setzen.

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