13.01.2016 - Autor: Fritz Leng

Der EJW-Weltdienst hilft Flüchtlingen weltweit

Im Flüchtlingslager Gabarona bei Khartoum/Sudan haben viele Menschen aus Krisengebieten Zuflucht gefunden (Foto: Hettinger/Hagenlocher)

Jungen Menschen in ihren Heimatländern Perspektiven geben

In einem Film der UNHCR über Flüchtlinge weltweit wird ein etwa 10-jähriger Junge im Süd-Sudan gezeigt, der weinend sagt: “Ich lebte so glücklich im Dorf meines Großvaters. Dann kamen sie und haben mich verjagt, nun sitze in hier und bin so unglücklich.“  Dieser Junge ist (laut Angaben von UNHCR¹) einer von weltweit ca. 60 Millionen Flüchtlingen. Die Hälfte davon sind Kinder! Täglich fliehen weltweit ca. 42.500 Menschen, viermal mehr als noch im Jahr 2010. 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht! Bis Ende 2014 so viele Menschen, wie in ganz Italien wohnen. Wie viele werden es Ende 2015 sein?

Und nur die wenigsten von ihnen kommen in Deutschland oder Europa an. 7 von 10 Flüchtlingen weltweit können (weil sie kein Geld dazu haben) oder wollen nie ihr Land verlassen. Für diese IDPs (Internal Displaced People/Flüchtlinge innerhalb des eigenen Landes) ist auch die UNHCR nicht zuständig.

Und mindestens 8, fast 9 von 10 Flüchtlingen insgesamt bleiben in ihrem Land oder grenznahen Regionen. Oft, weil sie hoffen, bald in ihre Heimat zurückkehren zu können. Nur einer oder zwei von 10 Flüchtlingen schafft es in Länder Europas zu fliehen.

Im EJW-Weltdienst gibt es eine lange Tradition, sich um solche entwurzelte Menschen zu kümmern, die in ihren Ländern als Flüchtlinge (IDPs) bleiben müssen oder wollen. Wir helfen gemeinsam mit unseren verlässlichen Partnern in den sieben Weltdienst-Partnerländern, direkt vor Ort. Unser Ziel ist es auch weiterhin, jungen Menschen durch Schulbildung, Ausbildung und christliche Jugendprogramme neue Hoffnung aufzuzeigen. Auf diese Weise werden Fluchtursachen abgebaut und jungen Menschen vor Ort eine nachhaltige Perspektive ermöglicht, in ihrem Heimatland zu bleiben.

 

Zwei Beispiele:


Sudan – Schule für Flüchtlingskinder Gabarona bei Khartoum

„Gabarona“ heißt: „Sie haben uns verjagt!“ Aber der YMCA Khartoum will den „Verjagten“ durch die Schule im Flüchtlingslager Gabarona außerhalb der sudanesischen Hauptstadt eine neue Heimat geben. 400 Kinder werden unterrichtet, das Interesse an Bildung ist groß. Der geregelte Alltag mit Schule, Spielen und Mahlzeiten tut den Kindern gut. Sie erleben nach Zeiten der Gewalt und Flucht wieder so etwas wie Heimat. Denn hier leben viele Flüchtlinge aus den Krisengebieten im Süden des Landes und aus der Region Darfur. Sie wurden verjagt, haben aber eine Zuflucht gefunden.

 

Rumänien – Internat und Schule für Kinder  im ländlichen Raum

Rund drei Millionen Einwohner haben Rumänien in den letzten Jahren verlassen. Die meisten aus ländlichen Gebieten. Viele von ihnen sind nach Mittel- und Westeuropa gezogen, um sich dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und oft lassen Eltern schweren Herzens ihre Kinder monateweise zurück. Die Nonnen des Kloster Piatra Fontanele haben sich der Not dieser einsamen Kinder angenommen und für sie ein Internat gestartet. Hier können die Kinder in behüteter Umgebung im Kloster leben und in die Schule gehen.


Danke, wenn Sie unsere Partner in dieser wichtigen Arbeit unterstützen
und jungen Menschen Perspektiven für ihre Zukunft geben.

 

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Projekt-Nr. SUD103  Sudan - Schule Gabarona,
oder Projekt-Nr. RO101, Rumänien - Kloster Piatra Fontanele

 

¹ Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten/

 

 

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