06.10.2015 - Autor: Gisela Schweiker (Redaktion)

gut zu (er)tragen?

Kampagne für menschenwürdige Mode Aktionswoche 12.–18. Oktober 2015

Die Micha-Initiative will sich mit der Fortführung der Kampagne „gut zu (er)tragen?“ im Oktober 2015 für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzen. Die Aktionswoche findet vom 12. bis 18. Oktober 2015 deutschlandweit statt und endet mit besonderen Gottesdiensten zum „Micha-Sonntag. Die Micha-Kampagne „gut zu (er)tragen?“ möchte Aufmerksamkeit auf die Aspekte von Menschenwürde, Gerechtigkeit und Arbeit lenken und durch Vertiefungsartikel eine Begründung für das Engagement herleiten.  

Gemeinden und Gruppen sind eingeladen, thematische Gottesdienste zu feiern, sich dem Thema theologisch durch Vertiefungsartikel zu nähern und eigene Aktionen zu entwickeln. Darüber hinaus ruft die Micha-Kampagne dazu auf, sich an aktuellen Petitionen wie jener der Kampagne für saubere Kleidung zu beteiligen.  

Neben niedrigen Löhnen, die etwa für die meisten Näherinnen und Näher in Asien nur knapp zum Überleben reichen, herrschen bei Textilien an vielen Stellen der Produktionskette problematische Arbeitsbedingungen vor. So sind zum Beispiel die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Baumwollanbaus gravierend. Bei keinem anderen landwirtschaftlichen Produkt werden so viele Chemikalien eingesetzt wie bei Baumwolle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich infolge des Baumwollanbaus mehr als 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen.  

Damit Veränderung seitens der Politik, Wirtschaft und bei den Verbrauchern auch weiter Früchte tragen, hat das Entwicklungsministerium (BMZ) unter der Federführung des Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) im Oktober 2015 das Textilbündnis Ins Leben gerufen. In diesem wird eine Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit in der Produktionskette der Textilherstellung angestrebt. Diesem Bündnis sind mittlerweile 147 Akteure aus Unternehmen, Handel und Zivilgesellschaft beigetreten. Das Textilbündnis braucht zivilgesellschaftliches Engagement um seine Wirkung zu entfalten.

 Durch die Kampagne „gut zu (er)tragen?“ möchte die Micha-Initiative die Zivilgesellschaft ermuntern, sich mit anderen Akteuren einzubringen und mit der Beteiligung Druck für Veränderungen zu erzeugen. Auch die Vereinten Nationen setzen im neuen Zielekatalog der „Nachhaltigen Entwicklungsziele“(SDGs) als Nachfolge-Programm der Millenniumsziele dieses Thema auf ihre Agenda. Insgesamt wollen die SDGs bis 2030 die extreme Armut in der Welt vollständig abschaffen. Im Ziel #8 wird dabei konkret angestrebt bis 2030 für jede Person menschenwürdige Arbeit zu schaffen.

Die Micha-Initiative ist eine globale Bewegung, die sich als christliche Antwort auf die Nachhaltigen Entwicklungszieleder Vereinten Nationenversteht. In Deutschland wird die Micha-Initiative von der Deutschen Evangelischen Allianz getragen und von mehr als 40 christlichen Hilfs-und Missionswerken unterstützt.  

Mehr Informationen auf
www.gutzutragen.de

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