18.10.2014 - Autor: Stefan Hoffmann

Lage in Ikposogye weiter angespannt

Feldarbeit wie hier vor dem Überfall ist derzeit in Ikposogye kaum möglich (Foto: Stefan Hoffmann)

Wiederaufbau am YMCA Landwirtschaftsprojekt nach Überfall bisher kaum möglich

„Wir dachten, dass es jetzt besser wird, aber die Situation ist eigentlich schlimmer als vor drei Wochen“ berichtet Ango Adamu Mitte Oktober in einem Telefonat zum Stand der Arbeiten am ATC (Agricultural Training Center) in Ikposogye/Nigeria. Diese Aufräumarbeiten können nur in Etappen getätigt werden. Derzeit traut sich wieder keiner der Mitarbeiter oder Studenten ins Gebiet. „ Vor drei Wochen konnten wir noch einen Teil der Ernte retten – oder zumindest von dem was noch übrig war. Wir befürchten, dass jetzt auch unsere Yams-Ernte betroffen ist und wir da nichts einholen können,“ so Adamu der Leiter des Ausbildungszentrums weiter.

Hintergrund ist, dass das ATC (Agricultural Training Center) - das vom EJW-Weltdienst unterstützte Landwirtschaftsprojekt des YMCA Mada Hills - Ende August Ziel eines Überfalls wurde. Fulani-Milizen hatten das benachbarte Dorf Ikposogye/ Obi überfallen und besetzt, Häuser angezündet und die Bewohner mit Waffen bedroht. Davon blieb auch das ATC nicht verschont. Verluste an Menschenleben sind keine zu beklagen, aber viel Eigentum wurde entwendet oder zerstört oder wird gerade noch zerstört.

Laut Adamu sind es 200 Milizen, die nun im Dorf sind und es als Basis benutzen, um weitere Überfälle in der Gegen zu verüben. Sie sind mit Maschinengewehren, Messern, Knüppeln und Macheten bewaffnet und bedrohen die Menschen. „Das Problem ist, dass wir alle in der Region unsere Ernte nicht einholen können und das kann dann Hunger bedeuten, weil die Bevölkerung nichts verkaufen kann und es nichts zu kaufen gibt!“ Der EJW-Weltdienst hatte eine Soforthilfe zur Verfügung gestellt, um damit die geflüchteten Familien zu unterstützen. Ein Teil lebt immer noch in einem noch nicht fertig gestellten Hotel in der Kreisstadt Laffia. Keiner weiß, wie es weitergeht. „Es ist kein Ende in Sicht, die Ältesten versuchen gerade eine Lösung zu finden, aber das wird schwierig,“ so Adamu. Die langfristigen Folgen dieser Gewaltaktivitäten sind noch nicht abzuschätzen. Beten Sie bitte mit für den Frieden in dieser Region und in den von der Terrorgruppe Boko Haram bedrohten Landesteilen.

Nach wie vor sind wir dankbar für Spenden für die Übergangszeit und den Aufbau des ATC: 

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Projekt-Nr.:  NGR110 - Nigeria - YMCA Mada Hills – Ikposogye

 

Redaktion: Gisela Schweiker

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