23.07.2013 - Autor: Gisela Schweiker

Merci, dass es euch gibt

Foto: Birgit Knöll

Markus Häfele und Matthias Hiller als Referenten des ejw-Weltdienstes verabschiedet

"Eine Statur, die jeden andern überragt - eine Frisur, der noch jede Frau erlag"

Im Zeichen des Dankes stand am vergangenen Freitag die Verabschiedung von vier Hauptamtlichen aus dem Dienst im ejw, darunter zwei Landesreferenten des ejw-Weltdienstes. 

Einen Bericht vom gemeinsamen Gottesdienst am Beginn der Veranstaltung lesen Sie hier:

http://www.ejwue.de/aktuell/news/mit-leidenschaft-unterwegs/

Markus Häfele wird nach acht Jahren beim ejw-Weltdienst und beim Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMÖE) in den Pfarrdienst der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wechseln und zum 1. September 2013 eine 75-prozentige Gemeindepfarrstelle in Mundingen (Dekanat Münsingen) übernehmen. Berufsbegleitend wird er die zweieinhalb Jahre dauernde Ausbildung im Pfarrdienst absolvieren.

Matthias Hiller hat in den vergangenen 13 Jahren die Partnerschaften mit Nigeria und später auch mit dem Sudan intensiv begleitet und geprägt. Nun wird er weitere Aufgaben beim Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMÖE), in der Mitarbeitervertretung der Landeskirche und der arbeitsrechtlichen Kommission übernehmen.

Es gibt viele verschiedene Weisen, „Danke“ zu sagen. Wie unterschiedlich das aussehen kann, zeigten die vielfältigen Beiträge bei der Verabschiedung von Markus Häfele und Matthias Hiller aus ihrem Dienst beim ejw-Weltdienst.

Der Fachausschuss-Vorsitzende, Walter Wolf, griff zu diesem Zweck zur Gitarre und drückte seinen Dank in eigens gedichteten Liedstrophen aus:

 

„Du bist der Gegenwind, der durch den Weltdienst weht,

der auf Gerechtigkeit und faires Handeln steht.

Du bist die Reibungsfläche, die uns Wärme spendet.

Merci, dass die nicht endet!


Du bist der Pegel, der das Gleichgewicht justiert,

du hast die Augenhöhe deutlich reduziert,

dass wir als Partner uns begegnen ohne Blöße.

Merci für deine Größe!“

 

In seinen einleitenden Worten betonte Walter Wolf: „Beide Referenten haben dem Weltdienst ein Gesicht gegeben und das Motto mit begegnen – bilden – teilen entscheidend mit geprägt.“ Strukturen und Ungerechtigkeiten ansehen, aufklären, verändern und dabei die Partner würdigen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen sei ihr erklärtes Ziel gewesen.

Zahlreiche Weggefährten und Freunde der internationalen Arbeit im ejw waren gekommen, um „Danke“ und „Adieu“ zu sagen: Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreter von Oberkirchenrat, Gustav-Adolf-Werk und CVJM-Gesamtverband und – als besonderer Gast – Prof. Dr. Stefan Iloaie als Vertreter der rumänisch-orthodoxen Kirche. Ihm war bereits am Vormittag von Landesbischof Frank O. July die Brenz-Medaille für seine besonderen Verdienste in der Partnerschaft zwischen der rumänisch-orthodoxen Kirche und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verliehen worden. Oberkirchenrat Dr. Werner Baur dankte ihm nochmals für sein Mitwirken an der tiefen Verbundenheit beider Kirchen und überreichte im Namen des ejw ein Lichtkreuz.

Den Dank für eine gelebte Partnerschaft gab Stefan Iloaie, auch im Namen von Erzbischof und Metropolit Andrei Andreicut, an Markus Häfele weiter: „Wir Orthodoxen haben viel gelernt aus Deinen Impulsen, Vorschlägen und Lösungsansätzen und eine offene Seele kennengelernt, die unsere Arbeit mit der orthodoxen Jugend immer sehr respektvoll und würdigend begleitet hat“. Als besonderes Geschenk überreichte Iloaie eine rote und eine grüne Stola, angefertigt von den Schwestern des Klosters Piatra Fontanelle, mit dem das ejw eine langjährige Freundschaft verbindet. Ebenfalls aus dem rumänischen Kloster stammt das Abschiedsgeschenk vom Fachausschuss des ejw-Weltdienstes an Markus Häfele: eine Ikone des Heiligen Markus.

Die Tätigkeit sowohl von Markus Häfele als auch von Matthias Hiller im ejw einerseits und im Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMÖE) andererseits könne als „Diener zweier Herren“ bezeichnet werden, so Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel in seinem Grußwort. Er dankte dem nun scheidenden Markus Häfele – Matthias Hiller wird weiterhin im DiMÖE tätig sein – besonders für seine vielfältigen Einsätze und die Begabung beispielsweise Schülern „die Lebensverhältnisse fremder Kulturen durch fantasievolle Methoden nahe zu bringen. Die Mühe war sicher nicht vergebens!“

Nach weiteren Grußworten von Klaus Martin Janßen für den CVJM-Gesamtverband sowie von Wilfried Böhmler für die 1%-Gemeinschaft folgte der eher praktische Teil der Verabschiedung.

Mit einer Schubkarre voller Werkzeug überbrachte Martin Dippon den Dank der Mitarbeitenden zahlreicher Workcamps an Markus Häfele als einen „Mann der Tat“: von seiner Lieblingsschaufel des letzten Workcamps als Sinnbild eines Menschen, der gerne „tief schürft“ über das charakteristische T-Shirt, dem Zeichen innerer Wärme, bis hin zum Besen, der Markus als jemanden kennzeichnet, der auch dann noch da ist, wenn es ans Saubermachen geht. Auch das Geschenk des Unterausschusses Workcamps ist symbolträchtig: ein kunstvoll gedrechselte Hut, verbunden mit dem Wunsch „Sei behütet“.

Die Kollegen vom DiMÖE stellten in verschiedenen Stationen der Fertigkeiten heraus, die beide Referenten in der gemeinsamen Arbeit erworben haben: Während Matthias Hiller die fair-ökologische Handy-Aufladestation antreiben sollte, war Markus Häfele als Geschmackstester von Fair Trade- und herkömmlicher Schokolade gefragt.

Kreativ auch die Beiträge des Unterausschusses Nigeria, der von A-Z durchbuchstabierte, was Matthias Hiller mit Nigeria verbindet, und des Fachausschusses ejw-Weltdienst, bei dem Hiller seine Multitasking-Fähigkeiten unter Beweis stellen musste.

Andrea Kalmbach und Fritz Leng vom ejw-Weltdienst testeten dagegen die Kenntnisse des Publikums in Bezug auf ihre scheidenden Kollegen und gaben den beiden die Gelegenheit noch die eine oder andere Anekdote zu erzählen. Auf einer langen „Wäscheleine des Dankes“ reihten sich weitere Eindrücke in vielen Bildern aus der langjährigen Tätigkeit zusammen mit Wünschen der Gäste an Markus Häfele und Matthias Hiller.

Im Namen des ejw dankte dessen Leiter, Pfarrer Gottfried Heinzmann, auch den Familien Häfele und Hiller ausdrücklich für ihren Anteil an der Arbeit von Markus und Matthias, bevor die beiden in ihren abschließenden Worten sich mit besonderem Dank an die vielen Ehrenamtlichen im ejw-Weltdienst verabschiedeten.

Zum Schluss sei noch einmal aus dem Lied von Walter Wolf zitiert:

Ihr seid die Perlen aus dem Weltdienstsand gesiebt.

Merci, dass es euch gibt!

 

 

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