24.04.2013 - Autor: Gisela Schweiker

Mr. X und „Der Spion, der uns liebte“ beim ejw-Weltdienst

Foto: Eberhard Fuhr

Einblicke in die internationale Arbeit des ejw beim Weltdiensttag in Fellbach

Es herrschte ein buntes Treiben beim dritten ejw-Weltdienst-Tag in Fellbach am 21. April 2013: „Alte Hasen“ mit langjährigem Bezug zum ejw-Weltdienst, neu Interessierte an der internationalen Arbeit des ejw, Gäste aus Nigeria, ehemalige und zukünftige Freiwillige waren der Einladung der Vorsitzenden und Referenten des ejw-Weltdienstes zu einem Nachmittag der Begegnung und der Information ins CVJM-Haus in Fellbach gefolgt. 

Walter Wolf, ehrenamtlicher Vorsitzender des Fachausschusses ejw-Weltdienst, begrüßte besonders die dreiköpfige Gruppe von Mitarbeitenden des YMCA in Nigeria, die zur Zeit in Württemberg zu Gast ist. Edward Anzaku, der Koordinator der YMCAs in Nord-Nigeria, überbrachte Grüße der Freunde in Nigeria und berichtete von der politisch nach wie vor schwierigen Situation der Christen in seinem Land. Die YMCAs seien zwar bisher nicht direkt das Ziel von Anschlägen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram gewesen, als Teil der christlichen Gemeinde aber dennoch immer mit betroffen. Edward Anzaku dankte den Geschwistern in Deutschland für ihre Unterstützung und bat um ihr Gebet für die Situation in Nigeria.

Eine große Verbundenheit zu den Menschen in Nigeria besteht auch für den Fellbacher Siegfried „Sieger“ Ezel. Die Partnerschaft des CVJM Fellbach zum YMCA Kakuri in Nord-Nigeria hat er entscheidend mitgeprägt und ist dabei auch das Bindeglied der Fellbacher zum ejw-Weltdienst in Stuttgart gewesen. Für die lange Mitarbeit im Fachausschuss – und dabei mit einem Augenzwinkern als „Spion, der uns liebte“ betitelt - wurde ihm an seinem 75. Geburtstag besonders gedankt.

Erstmals wurde an diesem Tag ein Jahresbericht des ejw-Weltdienstes vorgestellt. In enger Zusammenarbeit mit Weltdienst-Referent Matthias Hiller und Eberhard Fuhr, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ejw, hatte Ruth Schmid aus Bietigheim-Bissingen Berichte und Fotos, Zahlen und Fakten aus der internationalen Arbeit des ejw gesammelt und in einer Broschüre aufbereitet. Wie Paulus den Gemeinden in seinen Briefen Auskunft darüber gegeben habe, was mit ihren Spenden für notleidende Mitchristen getan werden konnte, so solle der Jahresbericht 2012 zeigen, „was mit unseren Spenden, unserem Engagement, unseren Gebeten für den ejw-Weltdienst geschehen ist“, so Matthias Hiller in seiner kurzen Einführung. Besonderer Dank ging an Ruth Schmid, die diese Publikation im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Medienfachwirtin mit großem Einsatz (und unentgeltlich) ermöglicht hatte.

Jahresbericht zum Download

Bereits am Vormittag hatten sich junge Leute mit Interesse an der internationalen Arbeit im ejw zusammengefunden. Nach einem interaktiven Spiel auf der Suche nach Mr. X im Netz des Stuttgarter Verkehrsverbunds und gemeinsamem Mittagessen erfolgte am Nachmittag der Startschuss für das Jugendnetzwerk des ejw-Weltdienstes. Hier soll in Zukunft jungen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Erfahrungen aus dem Freiwilligendienst im Ausland, ihr soziales Engagement und Interesse an internationalen Kontakten mit Gleichgesinnten zu teilen und in neue Projekte einzubringen. Projektreferentin Andrea Kalmbach und ein kleines Vorbereitungsteam waren begeistert von der positiven Resonanz der über 30 jungen Leute.

Ein Film vom letztjährigen internationalen Workcamp, Kurzberichte aus den Projekten der verschiedenen Partnerländer und aus der Direktpartnerschaft des CVJM Fellbach zum YMCA Kakuri/Nigeria informierten die Besucher über die Arbeitsfelder des ejw-Weltdienstes.

Beim abschließenden Gottesdienst wurde die Verbundenheit mit den Christen in aller Welt deutlich im Singen und der Fürbitte für die Menschen in den Partnerländern und im gemeinsamen Abendmahl. Markus Häfele machte in seiner Predigt zu Lukas 10, 1-5 deutlich, dass Jesus seine Jünger in die Herausforderungen und Konflikte der Welt sendet. Er sendet sie mit ihren persönlichen Schwächen und Fehlern. Aber er sendet sie nicht allein, sondern in Gemeinschaft, zur gegenseitigen Korrektur und Ermutigung. Und: „Jesus sendet seine Jünger dorthin, wo er hinkommen möchte. Er sagt uns im Abendmahl zu, dass er mitkommt.“

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