10.11.2017 - Autor: Rahel Götz, ehrenamtliche Mitarbeiterin EJW-Weltdienst

Warmherziger Empfang - winterliche Temperaturen

EJW-Weltdienst-Delegation war auf Projektreise in Rumänien

Ende Oktober war eine Gruppe von Haupt- und Ehrenamtlichen aus EJW und EJW-Weltdienst zu Gast bei unseren Projektpartnern in Rumänien. Bewegt und beeindruckt kehrten sie zurück aus dem Kloster Piatra Fontanele. Rahel Götz war dabei und berichtet von einem warmherzigen Empfang bei winterlichen Temperaturen:

Am 27. Oktober 2017 machen wir, eine Gruppe von acht Leuten, uns von verschiedenen Flughäfen auf nach Cluj-Napoca. Als wir uns nach einem, stellenweise sehr turbulenten, Flug in Rumänien eitreffen, freuen wir uns über das Wiedersehen mit den Altbekannten sowie über die neuen Gesichter der Reisegruppe. Zwei der rumänischen Partner erwarten uns bereits am Flughafen und wir steigen in ihre Autos. Im Regen fahren wir durch Cluj und sammeln die ersten Eindrücke der Stadt: Riesige Bauten mit unzähligen Wohnungen, viel befahrene Straßen und kleine Gässchen, durch die sich unsere Begleiter mit ihren Autos schlängeln, bis wir beim Hotel angekommen sind, in dem wir die erste Nacht schlafen sollen. Nach kurzem Ankommen im Hotel treffen wir uns alle zusammen zu einem mehr als reichlichen Abendessen, tauschen kleine Geschenke mit den Partnern aus, unterhalten uns und erholen uns bei guten Gesprächen von den Strapazen der Reise.

Warmherziger Empfang im Kloster Piatra Fontanele

Am nächsten Morgen machen wir uns auf in die Stadt, um Cluj ein wenig zu erkunden. Wir schlendern über einen kleinen Handwerkermarkt, kehren auf einen Kaffee ein und lassen uns Hintergründe zur Stadt und zur Partnerschaft erläutern. Als wir gegen Mittag ins Hotel zurückkehren, steht bereits der Kleinbus bereit, der uns in das Kloster „Piatra Fontanele“ bringen soll. Unsere Fahrt ist erfüllt von Gesprächen, Austausch und guter rumänischer Wegzehrung. Bei unserer Ankunft im Kloster stürmt und regnet es. Umso mehr freuen wir uns über den herzlichen Empfang der Nonnen, die uns mit strahlenden Gesichtern und Umarmungen im Kloster willkommen heißen. Die Liebe und Güte, mit der uns jede einzelne der Schwestern und Nonnen behandelt, lockt bei dem einen oder anderen Teilnehmer unserer Gruppe Tränen der Rührung hervor. Wir werden mit Speisen und Getränken überhäuft, unsere Zimmer sind liebevoll hergerichtet, die Kachelöfen sind eingeheizt und Hausschuhe stehen für uns bereit. Nach einem tollen Abend mit Gesprächen über Gott und die Welt und viel Gelächter gehen wir schlafen, um am nächsten Morgen bereit für den neuen Tag zu sein.

Einblicke in die Orthodoxie und das Klosterleben

Am Sonntag besuchen wir den orthodoxen Gottesdienst, der für alle viele neue Eindrücke und Erkenntnisse mit sich bringt. Fragen über die Orthodoxie oder die Liturgie des Gottesdienstes können wir am Nachmittag oder in den nächsten Tagen stellen und bekommen diese ausführlich beantwortet. Da die Schwestern und Nonnen sich nach dem Mittagessen für ihre verdiente Mittagsruhe bereit machen, ziehen auch wir uns zurück und kommen in unserem Gästehaus zur Ruhe. Wir sprechen über das Projekt, die Partnerschaft und klären, was alles noch besprochen, besichtigt und organisiert werden muss. Als uns zwei der Schwestern später das Kloster und alles Dazugehörige zeigen, können wir alle kaum glauben, wie viel Arbeit von den Schwestern tagein, tagaus geschultert wird. Wir besichtigen die Näherei, in der geistliche Gewänder genäht werden und die Ikonenwerkstatt, in der Ikonen geschrieben werden, um sie in die ganze Welt zu verschicken. Wir sehen einige der Kinder, die im Kloster zur Schule gehen und teilweise dort leben und bekommen einen Eindruck davon, mit wie viel Liebe und Zuneigung die Kinder im Kloster aufgenommen und behütet werden. Wir besichtigen die Baustellen des Klosters, auf denen im Sommer tatkräftig gearbeitet wird, um neue Räumlichkeiten für das Kloster und eine neue Kirche zu schaffen. Um die ganze Arbeit im Kloster schultern zu können, arbeiten die Nonnen teilweise bis tief in die Nacht hinein und stehen am Morgen in aller Frühe wieder auf, um zu beten und Gottesdienst zu feiern. Uns alle beeindruckt das Kloster und der Eifer der Schwestern enorm.

Baustellenbesichtigung bei Schneetreiben

Am Montag beginnen wir nach dem Frühstück, Gespräche und Interviews mit einzelnen Vertreterinnen des Klosters zu führen, Filmmaterial über das Leben und die Arbeit im Kloster zu drehen, Berichte zu schreiben und die Baustellen zu besichtigen. Draußen spielen die Kinder im Schnee, der in der Nacht zuvor gefallen ist, und Gavriil, der Priester des Klosters, bindet die Schlitten der Kinder an seinen Pick-up, um sie lachend über das Gelände des Klosters zu ziehen.

Den letzten Abend im Kloster verbringen wir alle gemeinsam mit den Nonnen und Gavriil. Wir werden noch einmal mit hervorragendem Essen bedient und sehen uns gemeinsam Bilder und Videos aus vergangenen Zeiten des Klosters an. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen und fallen spät in der Nacht müde in unsere Betten, bereit, für den Abflug in Richtung Deutschland am kommenden Morgen.

Viel zu schnell sind die Tage im Kloster vergangen. Ins Flugzeug steigen wir alle tief beeindruckt und mit Koffern voller kleiner Geschenke aus dem Kloster. Wir sind dankbar für das Erlebte und freuen uns auf eine etwaige Rückkehr nach Piatra Fontanele, einem Ort, der eine Reise allemal wert ist.

 

Weitere Informationen
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