19.08.2016 - Autor: Redaktion: Gisela Schweiker

"Workcamp-Fieber" in Litauen und Rumänien

Begegnungen auf der Baustelle

"Begegnungen auf der Baustelle" und "Litauen@it's best" sind die beiden Workcamps überschrieben, zu denen der EJW-Weltdienst in diesem Sommer eingeladen hat. Sowohl vom Workcamp in Litauen, das bereits Anfang August stattfand, als auch vom gerade laufenden Einsatz im rumänischen Kloster Piatra Fontanele erreichten uns begeisterte Berichte:

Herzliche Grüße vom Workcamp aus Rumänien!
Nach einer langen Fahrt durch die Nacht haben wir bei einem Zwischenstopp Budapest ausgiebig zu Fuß erkundet. Bei der Ankunft im Kloster Piatra Fantanele legten wir die letzte Wegstrecke auf Pferdekutschen zurück und konnten so die wundervolle Nachtlandschaft genießen.  Einblick in die rumänische Orthodoxie bekamen wir bei unserem ersten Tag im Kloster, dem Feiertag Maria Himmelfahrt. Dieser wurde auch genutzt um die rumänischen Teilnehmenden, die Nonnen kennen zu lernen und interessante Einblicke in das Leben und die Arbeit im Kloster zu bekommen.
Nach unserem ersten Arbeitstag können wir schon stolz auf das blicken, was wir geschafft haben. Dabei kommt der Austausch und Spaß auch nicht zu kurz, uns geht's bei wundervoller Landschaft und genialem Essen rundum spitze! Die ein oder andere Stunde Schlaf bleibt dabei auf der Strecke, bis spät abends sitzen wir zusammen, genießen die Gemeinschaft und machen Musik!

Das "Workcamp - Fieber" ist ausgebrochen.
Mit "rumänischer Hausmedizin" halten wir uns trotz erster Erkältungssymptome fit für die Baustelle: Eisen binden, Pfeiler schalen und betonieren, Vorbereitungen für die Arbeiten an der Mauer treffen - es geht zügig voran! Langeweile kennen wir dabei nicht. Beim Arbeiten lernen wir neue Sprachen, tauschen uns über Gott und die Welt aus und genießen dabei die Aussicht auf die Postkartenlandschaft rund um uns herum. Bei Andachten und Diskussionen, dem vergangenen Deutschen Abend beschäftigen wir uns mit Impulsen zum Workcampthema "Wert-voll". Bei spannenden Einblicken in die rumänisch-orthodoxe Kirche
entdecken wir auch viele Gemeinsamkeiten. Verwöhnt von der rumänischen Küche der Nonnen und atemberaubenden Sonnenuntergängen lassen wir die Tage gemeinschaftlich mit Musik und Spielen ausklingen!

(Thai An Vu und Anina Müller)

 

Viskas gerei
Mit 26 TeilnehmerInnen aus Deutschland und Litauen starten wir mit vollem Tatendrang in Vilkyškiai durch. Es wird schon fleißig gesägt, gestrichen, gemessen und geputzt. Selbst immer wiederkehrender Regen kann unsere Motivation nicht stoppen: Hunderte Bretter haben schon ihren Anstrich erhalten, die Deckenkonstruktion ist vollendet und die ersten Deckenpaneelen hängen schon. In dem kleinen litauischen Dorf verwandeln wir eine alte Scheune in einen Ort der Begegnung. Die evangelisch lutherische Kirche will diesen Raum für lokale und überregionale Veranstaltungen nutzen und damit den Zusammenhalt stärken.

Mes tai padarème – Wir haben es geschafft!
Nach vielen witzigen Arbeitsstunden, guten Gesprächen, gefühlten 36 doppelt gehörten Playlisten und kaputten Schuhen sind nun über 150 qm abgehängte Decke und Deckenschalung gefixt. Dazu mussten wir 50L Farbe, 5000 Schrauben und 5 Arbeitsplattformen einsetzen. Auf der Außenbaustelle lief die ausgeliehene Hilti (für alle Nicht-Technikfreaks: Abbruchbohrhammer T1000) drei Tage am Stück, um Betonplatten zu zerkleinern und dann per Schubkarren wegzufahren (rund 10m³ Abbruch Material).
Am letzten Tag haben wir aber alle Einsatzstellen mit gutem Gewissen übergeben können, denn Simon lobt: „Wir sind schön fertig geworden und können die Baustelle sauber verlassen – da freut sich jeder!!“
Die Liebe von Mama Nyole (unsere Küchenfee) werden wir vermissen. Glücklich, müde und zufrieden machen wir uns nun auf zur 1600 km langen Heimfahrt. Wir sind gespannt, wo wir überall in unseren Autos und Gepäck Sägespäne, Schrauben oder Ostseesand finden.
Aber ihr wisst ja: “Viskas gerei”!

Wer wissen möchte, was es mit diesem "Viskas gerei" auf sich hat, dem sei das Video empfohlen, das auf unserer Facebook-Seite zu finden ist: "Viskas gerei"-Video

(Julia Keller und Stefan Hoffmann)

 

Hintergrundinformation

Was als Versöhnungsarbeit zwischen den Völkern begann, ist heute Begegnung und gegenseitiges Erleben bei gemeinsamer Arbeit. Bei Workcamps arbeitet jeweils eine Gruppe von 10–25 Personen aus dem EJW rund 14 Tage gemeinsam mit einer Partnergruppe an einem Bauprojekt einer Kirche oder eines CVJM im Ausland. Die gemeinsame Arbeit auf dem Bau schweißt die Teilnehmenden aus den verschiedenen Ländern zusammen. Nachmittags oder am Wochenende unternehmen sie Ausflüge und sehen das Land durch das gemeinsame Reisen mit der einheimischen Partnergruppe anders als durch die touristische Brille.

Im September findet ein weiteres Workcamp in Griechenland statt.
Weitere Informationen: www.ejw-reisen.de/18202

 

 

 

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