Grundsatztexte

aus der Ordnung des EJW-Weltdienst (Stand 20.03.2014)

Begegnen

Selbstverständnis / Leitlinien 

  • Jesus Christus ist das Fundament, das Begegnungen tragfähig und Gemeinschaft im Glauben erlebbar macht.
  • Der EJW-Weltdienst lebt Beziehungen und Partnerschaften auf Augenhöhe in vielfältigen Kontakten und Begegnungen.
  • Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ausdrucksformen christlichen Glaubens begegnen einander mit Respekt, Toleranz, Vertrauen und Offenheit.

 

Ziele

  • Wir öffnen Menschen den Horizont für die weltweite Ökumene. In diesen Begegnungen können wir unseren persönlichen Glauben vertiefen.
  • Wir fördern internationale Jugendbegegnungen durch vielfältige Aktionen und Aktivitäten wie Aufbaulager, Begegnungscamps, Jugendtage, Jugendnetzwerke und Bildungsreisen.
  • Wir stärken die Beziehungen durch Teilnahme an internationalen Konferenzen
  • Wir laden unsere Partner ein und initiieren internationale Jugendbegegnungen in Deutschland.

 

Bilden

Selbstverständnis / Leitlinien

  • Menschenbild und Bildungsverständnis haben ihren Grund im Evangelium von Jesus Christus. Lehren und Lernen sind Teil seines Auftrags.
  • Der EJW-Weltdienst hat in seiner entwicklungs- und bildungspolitischen Arbeit eine Querschnittsfunktion, die in die verschiedenen Arbeitsbereiche des EJW hineinwirkt.
  • Bildungs- und Ausbildungsprojekte in Partnerländern tragen zur Bildungsgerechtigkeit und Entwicklung der Gesellschaft bei.

 

Ziele

  • Wir wirken durch Bildungsangebote an der Veränderung der Gesellschaft mit und kooperieren in entwicklungspolitischen Bildungskampagnen mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie mit kirchlichen Partnern und Organisationen.
  • Wir entsenden Jugendliche über Freiwilligenprogramme und fördern ganzheitliches interkulturelles Lernen.
  • Wir gestalten unseren Verkündigungs- und Bildungsauftrag durch Gottesdienste, Seminare und Informationsveranstaltungen in Bezirken und Orten und erstellen Arbeitshilfen für Multiplikatoren. 
  • Wir nutzen externe Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote aus Kirche und Jugendverbänden.
  • Wir vermitteln unseren Partnern Angebote der Mitarbeit zum Erfahrungsaustausch und zur beruflichen Weiterqualifikation.
  • Wir ermöglichen Begegnungs- und Bildungsreisen zu erschwinglichen Preisen.
  • Wir unterstützen unsere internationalen Partner beim Entwickeln und bei der Umsetzung eigener Bildungskonzepte.
  • Wir stärken Basisgruppen vor Ort innerhalb des EJW.

 

Teilen

Selbstverständnis / Leitlinien

  • Der EJW-Weltdienst ist Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi.
  • Grundlage des Teilens ist, dass wir Beschenkte durch Gott sind und aus diesem Reichtum weitergeben können.
  • Teilen ist Glaubensüberzeugung und Grundhaltung und ermöglicht Wachsen im Glauben und in der Gemeinschaft.
  • Der EJW-Weltdienst nimmt Teil an der Situation und dem Leben benachteiligter und armer Menschen und nimmt gesellschaftliche Mitverantwortung wahr.

 

Ziele

  • Wir als EJW-Weltdienst wirken in das EJW hinein, dass das "weltweit Teilen" als Grundhaltung im EJW, in allen Fachausschüssen und in den Bezirken gelebt wird.
  • Wir teilen unseren Glauben und öffnen neue Horizonte und Sichtweisen, die Bibel in anderen Kontexten und Kulturen zu lesen und zu verstehen.
  • Wir gestalten entwicklungspolitische Arbeit und setzen uns in Kirche, Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit für die Belange unserer Partner ein.
  • Wir regen Menschen dazu an, sich mit ihren internationalen Erfahrungen in ihrem Lebensumfeld einzusetzen.
  • Wir teilen und verteilen Gelder im EJW-Weltdienst offen und transparent in gemeinsamer Verantwortung gegenüber Spendern und Partnern.
  • Wir erfahren in Partnerschaften auf Augenhöhe wechselseitiges Teilen in Achtung und Würde.
  • Wir teilen unsere Ressourcen so, dass Eigenständigkeit und Selbständigkeit der Partner gefördert und gestärkt werden.
  • Wir unterstützen Projekte und Programme unserer internationalen Partner.

Vom Vorstand des EJW am 20.03.2014 beschlossene Ordnung nach dem Vorschlag des Fachausschusses EJW-Weltdienst

Download: Ordnung EJW-Weltdienst (Stand: 20.03.2014) 

Gott hat alle Menschen in dieser Welt erschaffen,
zueinander gewiesen und in Jesus Christus geliebt.
Christen sollen die erfahrene Liebe an andere weitergeben
und dem Nächsten - dem Nahen und dem Fernen - schnellstens helfen.
Es ist unsere Aufgabe als Christen, dafür zu arbeiten,
dass eine menschenwürdige Gesellschaft entsteht.
Aus der verkündigenden Predigt folgt barmherzige Hilfe
und das Bemühen um Beseitigung der Ursachen des Übels durch politisches Handeln.
Resignation vor der Not der Welt und der Glaube an die Ausweglosigkeit von verfestigten Strukturen ist uns Christen mit der Auferstehung Jesus Christi verwehrt.

Die Basis für die Aufgabe des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) kommt in der Pariser Basis zum Ausdruck, die bei der ersten Weltkonferenz in Paris im August 1855 angenommen wurde und vom 6. Weltrat im Jahr 1973 bestätigt wurde:

"Die Christlichen Vereine Junger Menschen haben den Zweck, solche junge Menschen miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, sein Reich unter den jungen Menschen auszubreiten." Pariser Basis

„Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen: Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die Pariser Basis gilt heute im CVJM-Gesamtverband Deutschland e.V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen“. Kassel 1985/2002

 

 

In Bekräftigung der im Jahre 1855 verabschiedeten Pariser Basis, die weiterhin als Grundsatzerklärung zum Auftrag des CVJM gültig bleibt, erklären wir an der Schwelle zum dritten Jahrtausend, dass der CVJM eine weltweite, christliche, ökumenische Freiwilligenbewegung für Frauen und Männer mit besonderem Schwerpunkt und echter Beteiligung von jungen Menschen ist und dass er sich zum Ziel gesetzt hat, das christliche Ideal des Aufbaus einer menschlichen Gemeinschaft, in der Gerechtigkeit, Liebe, Frieden und Versöhnung herrschen, damit die gesamte Schöpfung an der Lebensfülle teilhat.

Jeder CVJM ist deshalb dazu aufgerufen, sich bestimmten Herausforderungen zu stellen und nach den eigenen, speziellen Gegebenheiten Prioritäten zu setzen. Diese Herausforderungen, bei denen es sich um eine Weiterentwicklung der 1973 verabschiedeten Kampala-Erklärung handelt, umfassen:

  • die gute Nachricht von Jesus Christus weitergeben und sich für das geistliche, intellektuelle und körperliche Wohlergehen der einzelnen und das Wohl der Gemeinschaft einsetzen
  • alle, besonders junge Menschen und Frauen, befähigen, mehr Verantwortung und Führungsaufgaben auf allen Ebenen zu übernehmen, um für eine gleichberechtigte Gesellschaft zu arbeiten
  • für die Rechte von Frauen eintreten und sie fördern und die Rechte der Kinder aufrecht erhalten
  • den Dialog und die Partnerschaft zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Ideologien fördern, die kulturelle Identität von Menschen anerkennen und eine kulturelle Erneuerung unterstützen
  • sich verpflichten, in Solidarität mit den armen, besitzlosen und entwurzelten Menschen sowie unterdrückten rassischen, religiösen und ethnischen Minoritäten zu arbeiten
  • sich bemühen, eine Mittler- und Versöhnerrolle in Konfliktsituationen zu übernehmen, und für eine bedeutungsvolle Mitbestimmung und Förderung von Menschen für ihre Selbstbestimmung arbeiten
  • die Schöpfung Gottes gegen alle sie zerstörenden Kräfte verteidigen und die Ressourcen der Erde für kommende Generationen bewahren

Um sich all diesen Herausforderungen zu stellen, wird der CVJM eine Form der Zusammenarbeit auf allen Ebenen entwickeln, die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung stärken.

Verabschiedet am 19. Juli 1998 durch den 14. Weltrat in Frechen bei Köln.

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