12.07.2018 - Autor: Andrea Dippon, ehrenamtliche Mitarbeiterin im EJW-Weltdienst

Gemeinsame Hoffnung macht den YMCA stark

YMCA-Weltratstagung: Andrea Dippon diskutiert in ihrer Gruppe (Foto: Andrea Dippon)

Delegation aus dem EJW bei der YMCA-Weltratstagung in Chiang Mai/Thailand

Ungerechtigkeit - eines der zentralen Themen auf der YMCA-Weltratstagung

„Nehmen wir Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und weltweit als EJW/CVJM überhaupt wahr? Lassen wir uns wachrütteln von persönlichen Schicksalen und strukturellen Herausforderungen? Wie selbstkritisch sind wir - ist in Deutschland, in Württemberg alles in Ordnung?“

Ungerechtigkeit ist eines der Themen, die auf der CVJM-Weltratstagung intensiv diskutiert wird. 129 Nationalverbände mit mehr als 1.200 Teilnehmenden treffen sich vom 8. bis 14. Juli in Chiang Mai in Thailand. Das EJW-Württemberg ist dort vertreten durch den Arbeitsbereich EJW-Weltdienst mit Hans-Joachim Janus (Vorsitzender), Andrea Kalmbach (Landesreferentin) sowie Andrea Dippon und Raphael Weber (Ehrenamtliche).

Neben Andachten und Vorträgen sowie Treffen mit Verantwortlichen der Länderpartnerschaften des EJW bleibt ausreichend Zeit für intensive Begegnungen und offenen Austausch in Kleingruppen. Rund zweieinhalb Stunden pro Tag treffen sich YMCA Vertreter*innen aus verschiedenen Nationen in diesen Kleingruppen wie z.B. aus Sierra Leone, Togo, China, Kanada, USA, Schweiz, Schweden und Deutschland. Thema ist „youth empowerment“ und deren Umsetzung in den lokalen wie nationalen CVJMs. Youth empowerment meint dabei beides zugleich: Jugendliche als Persönlichkeiten zu stärken wie auch in den Organisationen Strukturen zu schaffen, die es Jugendlichen ermöglicht sich einzubringen.

Dabei sind die eingangs genannten Fragen immer wieder Thema. In manchen Voten aus anderen Nationen wird im Blick auf Deutschland in Frage gestellt, dass Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit oder sexuelle Übergriffe in Deutschland eine Rolle spielen. Manches Bild mussten wir in den Diskussionen auch auf Grund der Erfahrungen von Migration in den letzten Jahren korrigieren. Die Zunahme fremdenfeindlicher Äußerungen und Handlungen wie auch Bildungsungerechtigkeit in Deutschland stellt auch das EJW vor große Herausforderungen.

Vertrauensvolles Miteinander und offener Austausch

Die Weltratstagung mit hunderten verschiedenen Ethnien und Kulturen ist in diesen Tagen gelebtes Beispiel dafür, dass ein Weltverband in der Lage ist, sich barrierefrei miteinander auszutauschen. Die deutsche Resolution, die mit breiter Unterstützung zahlreicher Länder zur Verabschiedung eingebracht wird, soll den Weltbund dazu verpflichten, Thema Migration als eines der strategischen Aufgaben für die nächsten Jahre auf höchster Ebene zu behandeln.

Durch das vertrauensvolle Miteinander ist ein offener Austausch in den Kleingruppen möglich. „Noch nie zuvor bin ich Menschen aus so vielen Ländern so offen begegnet“, so das Fazit von Andrea Dippon. Die gemeinsame Hoffnung macht den YMCA stark. Raphael Weber: „Ausweglose Ungerechtigkeiten sollten auch in Deutschland stärker zum Thema gemacht werden.“

Anfängliche Bedenken, sich allein in einer Gruppe mit fremden Menschen auf Englisch über kritische und bewegende Themen zu unterhalten ist der Sehnsucht nach mehr Austausch gewichen. Ermutigende Erfahrungen, wie aus Fremden Vertraute werden.

 

Weitere Informationen zur YMCA-Weltratstagung

- 19th YMCA World Council 2018

Blog des CVJM Deutschland mit aktuellen Berichten von der Weltratstagung

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