25.02.2021 - Valerian Grupp / Harald Metzger, Länderausschuss Äthiopien

Endlich - Kontakt zum YMCA Children Center Adwa in Tigray

Yirga Gebregziabher, Vorsitzender des YMCA Ethiopia (links im Bild) koordiniert die Hilfsaktionen in Mekele (Foto: YMCA Ethiopia)

YMCA Äthiopien leistet Nothilfe in Tigray

 

UPDATE 21.02.2020

Die Kommunikation mit den YMCA in Adwa und Mekele ist weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich. Glücklicherweise geht es Mekonnen und Negasi, den beiden Verantwortlichen im YMCA Adwa gut. Soweit möglich wurden die Kinder im Pflegekinder-Projekt aufgesucht oder angerufen und bisher gab es keine Berichte, dass eins der Kinder verletzt wurde. Da es auf den Straßen unsicher ist, gibt es noch nicht von allen Kindern Nachricht.

Negasi beschreibt die Situation in Adwa so: „Die Stadt ist unsicher. Während des Krieges sind viele Insassen aus dem Gefängnis freigekommen. Immer wieder sieht man Diebstähle und Plünderungen. Deshalb ist es nicht ungefährlich sich in der Stadt zu bewegen.

Einige Geschäfte wie Straßenrestaurants und kleine Shops haben wieder geöffnet. Leider sind die Banken in Adwa immer noch geschlossen. Viele haben keine Bargeldreserven mehr und damit keine Möglichkeit zum Einkaufen und sind abhängig von den wenigen Lebensmitteln, die von der Regierung verteilt werden.“

Um die Not zu lindern plant der YMCA Äthiopien zusammen mit dem YMCA in Mekele eine Aktion zur Versorgung mit Lebensmitteln der Kinder in Adwa.

 

"Unsere Welt ist nicht mehr dieselbe wie zuvor"

Der Krieg im Norden Äthiopiens ist offiziell zu Ende. Die Auswirkungen sind jedoch dramatisch. 150.000 Menschen auf der Flucht in den Sudan, 2.000 tote Zivilisten, ungezählte tote Soldaten – und ein dauerhafter Friede ist noch nicht in Sicht. Der Krieg betrifft auch das Partnerland Eritrea. Von dort gibt es bisher keine Informationen.

In der Kriegsregion gibt es drei YMCA Ortsvereine, darunter das YMCA Children Center in Adwa. Seit Mitte Dezember besteht Kontakt in die Hauptstadt der Kriegsregion nach Mekele. Aus Adwa und Axum kommen immer noch keine Nachrichten, die Informationsblockade wirkt. Es gibt Gerüchte, dass in dieser Region die Kämpfe besonders schlimm waren oder noch sind.

Yirga Gebregziabher, der YMCA-Vorsitzende, lebt und arbeitet in Mekele. Yirga konnte uns am 6. Januar zum ersten Mal über die aktuelle Situation in Mekele informieren.

 

Liebe Freunde,

[…]Unsere Welt ist nicht mehr dieselbe wie zuvor. Während dieser dunklen Tage hat Gott uns gnädig bewahrt. Im Umfeld des YMCA Mekele ist niemand zu Schaden gekommen.

Es ist sehr traurig, nicht zu wissen, was in Adwa passiert, und wir haben keine Informationen über Mekonen, die Mitarbeiter und die unterstützten Kinder und Familien. Ich versuche, auch unter den Binnenflüchtlingen aus der Adwa-Region Informationen zu bekommen, aber ohne Erfolg.

In Mekele haben sich ca. 100.000 Flüchtlinge aus der Region gesammelt. Das stellt die Stadt vor große wirtschaftliche Probleme. In Mekele herrscht Knappheit an Lebensmitteln und die Preise sind extrem hoch.

Der YMCA versucht der Unmenschlichkeit des Krieges Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit entgegen zu setzen. Wir versuchen zu helfen, wo und was wir können. Mit der Hilfe vom EJW-Weltdienst ist der YMCA in der Lage, Lebensmittel an bedürftige Menschen zu verteilen. Einige junge Männern, die ihre Wohnung verloren haben, finden übergangsweise im YMCA Heimat.

Die Liebe und Unterstützung des EJW-Weltdienst ist Teil des Heilungsprozesses für uns alle.
Bitte betet weiter für uns alle. Gott segne euch!

Yirga

 

Anfang Dezember kam vom YMCA-Generalsekretär Dagmawi Selamssa die Bitte um Nothilfe für die betroffenen YMCA. Noch vor Weihnachten hat der EJW-Weltdienst erste Hilfsgelder nach Äthiopien überwiesen.


In einer weltweit schwierigen Lage sind die Menschen in Tigray in ihrer Existenz bedroht und kämpfen ums Überleben.

Der EJW-Weltdienst unterstützt den YMCA Äthiopien dabei, den Menschen in Tigray mit Barmherzigkeit zu begegnen und Hoffnung zu geben. Bitte helfen Sie uns dabei!

Ein Wochen-Essenspaket für eine Familie in Mekele kostet jetzt ca. 25 €. Dafür erhalten die Familien Weizen, Reis und Öl.

 

Spendenkonto:
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
EJW-Weltdienst
Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: WDETH02 - Nothilfe Äthiopien

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