22.12.2020 - Valerian Grupp

Vorsichtige Öffnung in Äthiopiens Norden

Foto: Harald Metzger

Erste Meldungen aus Mekele

Mit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der äthiopischen Regierung der der Tigray People Liberation Front (TPLF) Anfang November wurden alle Verbindungen unterbrochen. Strom, Telefon, Internet, Banken, auch Straßen waren geschlossen. Dadurch drangen kaum Informationen nach außen.

Seit Anfang der Woche gibt es in Mekele, der Provinz-Hauptstadt der Region Tigray, wieder Strom und Telefon. Bei einem kurzen Telefonat berichtete Yirga, dem 1. Vorsitzenden des YMCA Äthiopien, aus Mekele, dass es im Umfeld des CVJM keine Opfer und Verletzten zu beklagen gibt.
Die Situation der Menschen in Mekele ist prekär. Lebensmittel sind knapp und teuer. Da die Banken geschlossen sind, können selbst Menschen, die über Geld verfügen, keine Lebensmittel kaufen. Die medizinische Versorgung ist eingeschränkt möglich.
Diese Woche hat ein Hilfskonvoi des internationalen Roten Kreuzes Mekele erreicht und Medikamente, Decken und einige wenige Lebensmittel gebracht.

Nach Adwa gibt es noch keinen Kontakt. Dort sollen die Kämpfe besonders heftig gewütet haben. Der YMCA Äthiopien rechnet damit, dass in den nächsten Tagen die Banken wieder öffnen und auch nach Adwa bald eine Verbindung möglich ist.

„Diese Situation wird die Strategie unserer Projekte ändern“, sagt Dagmawi Selamsa, der Generalsekretär des YMCA Äthiopien. In den nächsten Monaten werden vor allem Lebensmittel und Hilfsgüter benötigt.

Dagmawi blickt aber auch darüber hinaus. Die Ausbildungs- und Existenzgründungsprogramme sind von großer Bedeutung, weil mangelnde Versorgung und Perspektive junge Menschen in die Arme der Armee oder anderer bewaffneter Gruppen treibt.

Die Gemeinschaft und Programme innerhalb des YMCA sind wichtig, um jungen Menschen in der Krisenregion Wege aus der Gewalt zu zeigen.

 

Beten und hoffen wir für einen belastbaren Frieden in Äthiopien und seinem Nachbarland Eritrea. Auch dort sind Menschen und unsere Partnerkirche von den Folgen der Auseinandersetzung betroffen.

 

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