21.06.2021 - Stefan Hoffmann

Zwischen Belastung und neuen Impulsen

Sommercamp 2020 im YMCA Gombe (Foto: YMCA NZ Nigeria)

Jugendarbeit unter Coronabedingungen in Nigeria

Auch in Nigeria trifft Corona die Jugendarbeit hart. 2020 waren die Schulen für sechs Monate geschlossen und vier Monate lang galten Kontaktbeschränkungen in der Jugendarbeit. Der Lockdown ist zwar längst aufgehoben und Kinder und Jugendliche können wieder zur Schule gehen, aber die Auswirkungen sind immer noch zu spüren. Unsere Kollegin in Nigeria berichtet von ganz unterschiedlichen Folgen: Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr zu Präsenzveranstaltungen gehen, der Drogenkonsum steigt und Jugendliche werden psychisch anfälliger.

Diese negativen Auswirkungen der Pandemie werden durch die angespannte wirtschaftliche Lage im Land zunehmend verschärft: Lebensmittel werden immer teurer, die Perspektiven auf bezahlte Arbeit und das Haushaltseinkommen der Familien sinken immer weiter. Durch diese Entwicklungen sind junge Menschen von Aktivitäten der Jugendarbeit zunehmend ausgeschlossen. Virtuelle Programme werden zwar angeboten, aber viele können sich keine Flatrates für Smartphones leisten, um Zeit mit ihren YMCA Freunden zu verbringen.

Wie auch in Deutschland leiden dadurch nigerianische Kinder und Jugendliche zunehmend unter Depression, Rückzug und Isolation.

In dieser schwierigen Situation engagieren sich die YMCA, um Kindern und Jugendlichen Halt und Ermutigung zu geben. Um Begegnung zu ermöglichen, wurde in der Pandemie das Sommercamp 2020 aller lokalen YMCA dezentralisiert – über 200 junge Menschen mehr konnten dadurch letztes Jahr daran teilnehmen! Ein anderes positives Beispiel ist coaching. Junge Menschen werden von YMCA Mitarbeitenden nun viel stärker individuell begleitet, um ihre Persönlichkeit zu stabilisieren, damit sie belastbarer sind und sich an die neue Normalität anpassen können. Dieser Trend in der Arbeit mit einzelnen Jugendlichen wird von vielen lokalen YMCA aufgegriffen. Zudem wollen die einzelnen Vereine viel mehr Kreativität, Innovation und Synergien nutzen, um gemeinsam spezielle Programme beispielsweise zur Prävention häuslicher Gewalt oder Drogenkonsum umzusetzen. Das sind zunächst kleine Schritte, die jedoch alle dazu beitragen, Depression, Armut und Rückzug im Leben der jungen Menschen zu bekämpfen und ein Zeichen der Hoffnung zu setzen.

 

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Projekt-Nr. NGR103 Nigeria -Jugendarbeit

 

Dieser Text wird im Opferheft der Württembergischen Gemeinschaft für Weltmission (WAW) den Kirchengemeinden in Württemberg als Missionsopfer vorgeschlagen. Das Heft soll noch vor den Sommerferien erscheinen. Sie können gern Ihren Kirchengemeinderat darüber informieren und darum bitten, dass das Projekt Nigeria als Weltmissionsopfer Ihrer Gemeinde berücksichtigt werden soll. Sollten Sie es wünschen, stellen wir das Projekt auch in Ihrer Gemeinde vor

 

Den gesamten Artikel können Sie auch hier downloaden.

 

 

 

 

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