Projekt-Nr. AUT105

Am Stadtrand Jerichos liegt das YMCA-Berufsausbildungszentrum (VTC). Hier werden Mechatroniker, Schreiner, Elektroniker und Finanzbuchhalterinnen angeleitet. Inzwischen gibt es auch Ausbildungsgänge für Kältetechnik und Web-Design. Die Arbeitslosigkeit im Westjordanland ist wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen extrem hoch. Viele junge Menschen fühlen sich nutzlos und sitzen frustriert zu Hause. Für einige Familien ist eine reguläre Ausbildung zu teuer. Aber beim YMCA scheitert eine Ausbildung nicht an den Finanzen der Eltern.

Der YMCA setzt sich für mehr Bildungsgerechtigkeit innerhalb der palästinensischen Gesellschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf Ausbildungskursen, damit junge Menschen eine Zukunft und ein eigenes Auskommen haben. Es ist ganz erstaunlich, wie sich die jungen Leute dabei verändern.

Musa* ist 17 Jahre alt und kommt aus einer beduinischen Großfamilie, er hat acht Geschwister. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater verließ die Familie. Musa hofft, dass er nach seiner Ausbildung seine Mutter und seine Geschwister unterstützen kann.

Eure Spende hilft, dass junge Menschen mit düsterer Zukunftsperspektive im YMCA eine echte Chance kriegen. Wer beim YMCA in Jericho seine Ausbildung macht, findet anschließend fast immer eine Arbeit.

*Name geändert

 

Unterstützung pro Jahr: 7.000 Euro

Zum Beispiel für: 

• Tagesverpflegung und Internat pro Person/Tag ca. 15 Euro
• Arbeitsmaterial pro Schüler/Schülerin ca. 100 Euro
• Ausbildungsplatz pro Jahr ca. 1.000 Euro

 

Medien:
Powerpoint-Präsentation,
Länderplakat und Postkarte Palästina/Israel

Download: 
Download Materialien Jahresaktion 2016-2018: Palästina/Israel

Referentin:
Andrea Kalmbach

 

Spendenkonto:
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
EJW-Weltdienst
Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85; BIC: GENODEF1EK1
Projekt-Nr. AUT105 Palästina/Israel - Ausbildung in Jericho

Weitere Informationen:
Länder-Information Palästina/Israel
Alle Materialien der Jahresaktion 2016-2018

Projekt-Nr. AUT108

Der YMCA in Ost-Jerusalem betreibt seit Jahren ein Rehabilitationsprojekt. Benachteiligte Kinder- und Jugendliche, die von Geburt an eine Einschränkung haben oder durch Militärgewalt eine Behinderung erfuhren, bekommen Unterstützung. Das engagierte Team unter Leitung von Nader Abu Amsha setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen eine Stimme für ihr Anliegen bekommen und Ausgrenzung und Einsamkeit überwunden werden.

Salim*, ein zehn Jahre alter Junge aus Jenin, kann sich aufgrund einer Krankheit des Nervensystems nur mit großer Mühe bewegen. Er konnte nicht mehr in die Schule gehen. Die Isolation über mehrere Jahre machte ihn sehr traurig. Von seinem Fenster beobachtete er die anderen Kinder beim Spielen und Toben, während er in seinem Zimmer festsaß. Seine Familie konnte vom Programm des YMCA überzeugt werden. Salim bekam eine umfassende psychologische und physiologische Beratung, einen Rollstuhl und der Hauseingang wurde auf seine Bedürfnisse angepasst. Nun nimmt Salim wieder am Leben teil und freut sich: "Es ist schön, dass ich mit meinen Freunden nun auch draußen auf dem Hof spielen kann."

Für jede Unterstützung ist der YMCA in Beit Sahour dankbar. Ziel ist es, die Hoffnung der palästinensischen Kinder und Jugendlichen auf gleiche Rechte und die Chance auf ein Leben in Würde zu verwirklichen.

*Name geändert

 

Unterstützung pro Jahr: 8.000 Euro

 Zum Beispiel für: 

• physiologische und psychologische Beratung (Fahrtkosten, Info-Material) 30 Euro
• Physiotherapie (Fahrtkosten, Material) 45 Euro
• Gehhilfe/Rollstuhl 200 Euro

 

 

Medien:
Powerpoint-Präsentation,
Länderplakat und Postkarte Palästina/Israel
Gruppenstunden-Entwurf (von Nicole Schnaars, EJW Freudenstadt)

Download: 
Download Materialien Jahresaktion 2016-2018: Palästina/Israel

Referentin:
Andrea Kalmbach

 

Spendenkonto:
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
EJW-Weltdienst
Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85; BIC: GENODEF1EK1
Projekt-Nr. AUT108 Palästina/Israel - Inklusion

Weitere Informationen:
Länder-Information Palästina/Israel
Alle Materialien der Jahresaktion 2016-2018

Projekt-Nr. AUT107

Die Olivenbaumkampagne

Die „Olive Tree Campaign“ wurde vom YMCA und YWCA East Jerusalem im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, jährlich bis zu 8.000 Olivenbäume gemeinsam mit palästinensischen Bauern zu pflanzen. Für sie ist der Zugang zu ihren Feldern nicht immer möglich, wenn diese in der Nähe von israelischen Siedlungen und Sperranlagen liegen. Sie können ihr Land nicht sinnvoll bewirtschaften und es droht ihnen die Enteignung. Durch die Olivenbaumkampagne wird ihr Land und ihre Existenz gesichert. Die Olivenbäume werden von Privatpersonen sowie verschiedenen YMCA, YWCA, Kirchen, kirchlichen Institutionen, Menschenrechts-organisationen und Interessengruppen aus der ganzen Welt gespendet.

Quelle: http://www.jai-pal.org/index.php/de/?option=com_content&view=category&id=144&Itemid=374

 

Der Olivenbaum als Nutzpflanze

Der Olivenbaum wächst in allen Gebieten um das Mittelmeer und wird schon seit vielen tausend Jahren kultiviert und vor allem für die Gewinnung von Olivenöl genutzt. Es wird zum Braten, Kochen und als Öl für Salate und kalte Gerichte, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautcreme, verwendet. Durchschnittlich produziert ein Olivenbaum 9 kg Oliven, die wiederum zu 2 Liter Olivenöl verarbeitet werden können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum#Nutzung

 

Der Olivenbaum in der Bibel

Zur Zeit des alten und neuen Testaments war das Olivenöl nicht nur Nahrungsmittel, sondern wurde auch als Brennstoff für Öllampen und als Salböl für Haut und Haare verwendet. Im Christentum ist die Taube mit dem Ölzweig ein Symbol des Friedens. Der Bibel zufolge schickte Noah nach der Sintflut eine Taube los. Sie kehrte mit einem Ölzweig im Schnabel zurück (Gen 8,11 EU): die Erde grünte wieder, das Leben war zurück. Jesus hielt zwischen Olivenbäumen im Garten Getsemani kurz vor seiner Kreuzigung Zwiesprache mit Gott (Mt 26,36-46 EU). Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum#Bibel

 

Der Olivenbaum als Zeichen der Hoffnung (Bericht von der Olivenpflanzaktion 2017)

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Würde Luther heute Olivenbäumchen pflanzen?

Ein Hauch von Weltuntergang liegt über den Feldern südwestlich von Bethlehem. Von den Bergen sieht man bis zum Mittelmeer und in der Ferne schwebt ein großer Ballon. Er wird vom Militär zur Beobachtung des Gazastreifens eingesetzt. Wir erfahren, dass in den Krankenhäusern die Vorräte zur Notfallversorgung aufgefüllt werden. Der nächste Gazakrieg wird erwartet. Seit wir hier die Olivenbäumchen im Jahr 2012 gepflanzt haben, sind sie bereits Zeugen zweier großer Militäroperationen geworden. Damals wie auch in diesem Frühjahr, bin ich wieder einer von 40 Teilnehmern, die aus aller Welt zum Oliveplanting der Joint Advocacy Initiative angereist sind. Wir möchten einen Beitrag leisten, um die Hoffnung am Leben zu erhalten. Die Bäumchen sollen nicht nur durch ihre Früchte die Existenz der Bauern sichern, sondern sie auch vor der Enteignung ihres Landes schützen. Unbewirtschaftete Flächen können vom Staat Israel per Gesetz beschlagnahmt werden. Es kommt häufig vor, dass die Bauern vom Militär an der Bewirtschaftung gehindert werden, vor allem wenn die Felder in der Nähe von israelischen Siedlungen oder dem Grenzzaun liegen. Sicherheit und Schutz vor Terror und Gewalt haben Vorrang. Auch unsere Gruppe wurde beim Pflanzen aufgehalten. Der Offizier benannte in diesem Fall die mangelnde Abstimmung zwischen der orthodoxen Kirche, in deren Besitz sich das Land befindet, und dem Pächter als Grund. Hoffnung spenden uns in dieser Situation wiederum die Bäumchen, die in den letzten fünf Jahren gut gewachsen sind und Wurzeln geschlagen haben. Hitze, Wind und gefräßige Ziegen konnten ihnen nicht ernsthaft schaden. Olivenbäume können viele hundert Jahre alt werden. So mancher alte Olivenbaum hat im Laufe der Zeit Mauern, Festungen fallen und viele Könige und Sultane kommen und gehen sehen. Menschliche Macht und ihre Werke sind vergänglich. Von den Bäumen, die wir gepflanzt haben, wird man hoffentlich auch in Zukunft essen können.

 

Weitere Informationen
- Powerpoint-Präsentation Olivenbaum-Kampagne
- Infoblatt Olivenbaum-Kampagne

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AUT107 Palästina – Olivenbaumkampagne

Ansprechpartnerin

Andrea Mohn

Mohn, Andrea

Landesjugendreferentin, Diakonin

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70563 Stuttgart
Fon 07 11/97 81-0

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